Dienstag, 6. November 2012

Verlierer!

Ich habe heute mit meiner Tochter "Mensch ärgere dich nicht" gespielt. Als alter Empiriker durfte ich erwartungsgemäß wieder einmal feststellen, dass sich bei einer hinreichenden Anzahl an Spielen eine Gleichverteilung zwischen Gewinnen und Verlieren einstellt. Auf deutsch: jeder gewinnt gleich oft, wenn nur lange genug gespielt wird. Meine Tochter hatte heute scheinbar das glücklichere Händchen. Zugegeben, dies war für mich deprimierend. Aber so ist das nun mal. Morgen geht es andersrum. Dabei fiel mir wieder die alte Frage ein, warum Eltern ihre Kinder absichtlich gewinnen lassen. Darauf habe ich bisher keine hinreichende fachliche, rationale Antwort. Kann es sein, dass sich Eltern davor scheuen, dem Nachwuchs die Wahrheit über die Welt da draußen nahezubringen? Fürchten sie Tadel, Missgunst oder gar Missachtung durch ihre Kinder oder fremde Erziehungsstrategen? Wird das Kind etwa suizidal, wenn es mal nicht gewinnt? Als großer Anhänger der Winterhoffschen Thesen darf ich all diesen Eltern sagen, dass sich u.a. mithilfe genau dieser negativen Erlebnisse der Mensch, insbesondere dessen Psyche erst ausgereift entwickeln kann. Winterhoff spricht hier von der sogenannten Frustrationstoleranz, die geschult und ausgebildet werden muss. Früher hat sowas in normalen Familien implizit und ohne Unterstützung von außen funktioniert. Im ungünstigsten Fall haben wir künftig also nur noch "Gewinnertypen" oder aber wilde, zum Teilen unfähige Neandertaler (mit ungeahnten Folgen) ... Stichwort: soziales, ungestörtes Zusammenleben, -lernen und -arbeiten.

Ade schöne soziale, lebenswerte Welt!

Montag, 5. November 2012

Nervige Krankheitserreger

Leckeres Thema, aber jedes Jahr auf's Neue: die Infektion mit Krankheitserregern wie Erkältungsviren, Magen-Darm-Viren etc. Was im Grunde nichts ungewöhnliches und in der Regel recht schnell wieder vorbei ist, wird doch insbesondere für Familien mit (Klein)Kindern immer wieder zur Last und ist ziemlich unangenehm. Dabei könnte eine Ansteckung in vielen Fällen vermieden werden, wenn sich die Infizierten oder Eltern ihre ansteckenden Kinder einfach mal von der Öffentlichkeit fern halten würden. Ich habe es schon unzählige Male erlebt, wie sich hustende, keuchende, triefende, blähende Menschen mit ihren verkeimten Händen durch die Regale von Supermärkten gewühlt haben, dabei erst mal schön in die Hände geniest und anschließend die Regale neu geordnet haben. Oder auch wie Eltern ihre verkeimten Kinder auf Spielplätze schickten. Klar, Kranke müssen zur Apotheke. Andere haben keine Nahrungsmittel zuhause und niemanden, der sie versorgt. Manche haben sicher auch Schiss, ihren Job zu verlieren. Aber der Rest? Nach meiner Einschätzung asozial, rücksichtslos oder geil darauf, andere anzustecken. Schließlich hat man sich das auch von Fremden eingefangen. Bestenfalls dumm und unwissend. Bei der Unwissenheit bin ich mir aber nicht so sicher. Das Theater ist ja nicht neu.

Also, froher Durchfall! Oder eher Brechfall?

Sonntag, 21. Oktober 2012

Goldener Oktober

Heute ist Sonntag, der 21. Oktober 2012. Soweit ich mich zurückerinnern kann, hat es noch nie solch einen warmen, angenehmen 21. Oktober gegeben. Zudem geht angeblich in ziemlich genau zwei Monaten die Welt unter. Glücklicherweise dürfen wir kurz vorher noch den zweiten Geburtstag unseres Sohnes feiern. All das ist Grund genug, mein Bedürfnis (gesellschaftlicher Zugzwang) - auch einen dieser Blogs zu schreiben - endlich mal in die Tat umzusetzen. Mal sehen, wie lange ich Lust habe und was daraus wird ...